22.07.2010

Murphys Pfeilbruchgesetz

Das kennt wohl jeder: da bereitet man sich Gewissenhaft vor, pack alles
zusammenund denkt jetzt kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Doch dann kommt alles anders. Da greift dann Murphys Pfeilbruchgesetz in
seiner ganzen Härte!

Murphys Pfeilbruchgesetz


§ 1: Bei starkem Wind sollten möglichst schwere Scheiben benutzt werden. Nur dann ist sichergestellt, dass wenn im unwahrscheinlichen Fall die Scheibe umgeweht wird, auch alle Pfeile gleichzeitig brechen!

§1a: Bei starkem Wind und Benutzung von Holzpfeilen immer quer zum Wind schießen, dann brauch die Scheibe nicht erst umzukippen, damit die Pfeile brechen.

§ 2: Die Scheibe wird nicht umgeweht, bevor nicht der letzte Pfeil aus dem Köcher drin steckt!

§ 2a Ist die Scheibe voll, findet sich gern ein unbedarfter Zieher der die Scheibe nach vorne umkippt. Dabei gilt: je schwerer die Scheibe desto schneller kippt sie um.

§ 3: Wenn Dir alle Pfeile brechen, dann garantiert nicht zu Hause, wo Du jederzeit Ersatz hast.

§ 4: Auch wenn das Ziel größer ist, als der Reisighaufen daneben, geht der Pfeil sicher in den Reisighaufen.

§ 5: Pfeile, die in Reisighaufen geschossen werden, zerbrechen nur dann in tausend Fetzen, wenn sie mit entsprechend starken Bögen abgeschossen werden.

§ 5a: Auch mit einem schwachen Bogen geschossen wird der Pfeil zerbrechen.

§ 6: Und ist der Baum auch noch so schmal, der Pfeil der trifft ihn allemal!

§ 6a: Wenn dann der Bogen genug Dampf hat, kann man auch sicher sein, dass der Schaft hinter der Spitze abbricht.

§ 6b: Bäume sind in der Lage blitzschnell in die Schussbahn zu springen(s.o.), hier gilt je unscheinbarer der Baum desto agiler ist er.

§ 6c: Ein netter Baum versucht den Pfeil zu fangen, ein boshafter Baum versucht den fliegenden Pfeil im vorbeifliegen kaputtzuschlagen.

§ 6d: Es gibt keine netten Bäume.

§ 7: Wenn ich auf 25 m bergab durch den Wald zufällig ein kleines Ziel treffe, ist es so gut wie unmöglich, dass meine Frau meinen in diesem Ziel steckenden Pfeil trifft.

§ 7a: Dies gilt auf für Pfeile, die weit weg vom eigentlichen Ziel stecken.

§ 8: Der Berg/Untergrund kann noch so feinsandig sein, der Pfeil trifft immer genau den einzigen versteckten Stein.

§ 9: Egal wie kurz die Wiese gemäht ist, der Pfeil verschwindet trotzdem und taucht nicht wieder auf.

§ 9a: Taucht der Pfeil trotzdem auf, dann beim Rasenmähen, und der sonst intakte Pfeil wird durch die Messer dann endgültig zerstört.

§ 9b: Die Pfeilspitze baut dabei die Messer des Rasenmähers zu Sägen um.

§ 10: Verwende zum Bau deiner Pfeile möglichst teures Material und stecke so viel Arbeit, wie möglich hinein. (Schäfte mit Vierfachspleiß aus exotischen Hölzern, Mehrfachlackierungen, Airbrush, bloß keine Truthahnfedern).
Dieses Vorgehen erhöht signifikant die Chancen für einen Pfeilverlust, meist durch seitliche Abpraller an "Springbäumen" oder die schon erwähnten, "einsamen Steine".

§ 10a: Auch die Verwendung teurer Aluminium-Carbonpfeile ist ein guter Weg.

§ 11: Du hast immer einen Pfeil zu wenig dabei.

§ 12: Federn, Nocken und Spitzen lösen sich immer im ungünstigsten Moment.

§ 13: Das beliebte 3-D schießen (drüber, drunter und daneben) lässt sich am besten da ausüben wo der Pfeilfang genug realistische Brech- oder Verliermöglichkeiten bietet.

§ 14: Pfeile erlangen nach überlebten Verletzungen Erfahrung. Die dreimal geklebten und gewickelten Veteranen überleben Abpraller, Steintreffer ohne weiteres, während die Nagelneuen schon beim ausprobieren direkt vor der Befiederung brechen oder in kleine Stücke splittern.